Bariatrische Chirurgie

Was ist bariatrische Chirurgie?

Bariatrie – auch bariatrische Chirurgie oder Obesitas-Chirurgie genannt – ist ein Zweig der Medizin, der sich mit der Erforschung und Behandlung von Obesitas oder Fettleibigkeit befasst. Der Begriff stammt vom griechischen „baros“ (Gewicht) und dem Suffix „iatros“ (Arzt). 

Ziel?

Die starke und langfristige Reduzierung des Körpergewichts.

Es gibt 2 Arten bariatrischer Eingriffe:

Schlauchmagen/Magenband

  • Eingriff, bei dem der Magen verkleinert wird, z. B. über die Entfernung eines Teils des Magens 
    (Schlauchmagen, „Sleeve Gastrectomy“) oder über das Anbringen eines Magenbandes („Gastric Banding“). 
    Die Nahrungsmenge, die Sie einnehmen können, wird durch diese Methoden beschränkt, da das Magenvolumen verkleinert wird.          
    So erreichen Sie schneller ein Sättigungsgefühl. 

Magen-bypas

  • Eingriff, bei dem der Magen verkleinert und die Nahrungsaufnahme in den Dünndarm beschränkt wird, 
    wie z. B. bei einem Magen-Bypass („Gastric Bypass“) oder dem Scopinaro-Eingriff (biliopankreatische Diversion mit Duodenal-Switch).

    Die Nährstoffaufnahme im Dünndarm ist gestört, da der obere Teil des Dünndarms (Duodenum, Jejunum) überbrückt wird. 
    In diesem Teilbereich findet normalerweise ein Hauptteil der Nährstoffaufnahme (z. B. von Vitaminen, Mineralstoffen und Calcium) statt.
 

Folgen der bariatrischen Operation

Durch den verkleinerten Mageninhalt kommt es nach einer bariatrischen Operation zu einer geringeren Nahrungsaufnahme und einem schnelleren Sättigungsgefühl. Bei einem Bypass kommt es zudem zu einer Überbrückung eines Teils des Dünndarms, welcher für die Aufnahme wichtiger Vitamine und Mineralstoffe verantwortlich ist. Diese können bei Bariatrie-Patienten kaum noch vom Körper aufgenommen werden, sodass die Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln notwendig ist.